Die  Luft

 

Des Lebens erste Tat, es ist der Schrei;

die Lunge bläht sich voller Luft und gibt dabei

die Kraft sich zu entfalten frei.

Und diese segensreiche Luft

erfüllt, durchdringt uns voller Duft.

Doch nicht nur uns erquickt und labet sie,

ohn‘ Unterlass durchwebt, umstürmet sie

das Erdenrund und lässt es möglich werden,

dass Leben existiert auf Erden.

Weh uns, wenn sie uns meidet, flieht.

Erst dann man voller Demut sieht;

ohn‘ sie kann gar nichts sich gestalten.

Mög‘ sie der güt’ge Gott erhalten

uns immer reichlich und genug

bis zu dem letzten Atemzug.



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