Im Schnee
Die Welt ist eingehüllt in Schnee
so weit ich mit den Augen seh‘.
Es ist so still, die Flocken fallen;
man hört kaum einen Ton erschallen.
Und wie ich geh‘ so vor mich hin,
nur Dankbarkeit in meinem Sinn,
seh‘ plötzlich ich zu meinen Füßen,
als wollt’s vom letzten Herbst mich grüßen,
ein grünes Blatt, so zart und fein,
auf weißem Grund so hilflos klein.
Es rührt mich tief, ich hob es auf,
und dachte an den Lebenslauf
von allem , was lebendig ist
und das man doch so schnell vergisst;
dass nach des Lebens Blütezeit
der Schnee, das Ende, ist bereit.
Mög‘ Gott sich dann der Seel‘ erbarmen
Und halten mich in seinen Armen.